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Jahreshauptversammlung 2025 und ein Fachvortrag über Biber
Verabschiedung von Erika Schaller und Thomas Macht; Wahl eines neuen Vereinsvorstandes und Schatzmeisters
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Ökopark Hertelsleite e.V. berichtete Vereinsvorsitzender Dr. Christian Heinrich Sandler über die geleisteten Aktionen und Weiterbildungsmaßnahmen der vergangenen zwei Jahre. Zudem stellte Erika Schaller, Gründungsmitglied und Vorstand der ersten Stunde, ihren Posten aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung. Dr. Christian Heinrich Sandler, würdigte ihr Engagement vor den Anwesenden und beschrieb Erika als einen Menschen, der anderen Menschen Freude bringt. Ihr Einsatz an den Aktionstagen und bei den Vereinsfesten war beispielgebend, sie sprühte vor Lebensfreude, Hilfsbereitschaft und guten Ideen. Auch den Bewohnern des Hause Saalepark zauberte sie regelmäßig ein Lächeln ins Gesicht, wenn sie gemeinsam mit ihnen sang und musizierte. In den vergangenen Jahren hat sie sich mit ihrem Mann Widbert um die Vogelfütterung im Ökopark gekümmert. Teils mehrfach die Woche wurden die Futterstellen aufgefüllt. Erika Schaller hat den Verein maßgeblich mitgestaltet und geprägt. Voller Dankbarkeit wurde Erika aus dem Vorstand verabschiedet und ihr alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit gewünscht. Auch an den im Januar 2023 verstorbenen Schatzmeister Thomas Macht wurde erinnert. Er war der Schatzmeister der ersten Stunde und sein plötzliches Ableben hinterließ eine tiefe Lücke, nicht nur im Förderverein. Sein umfangreiches Fachwissen, seine pragmatische Art und sein ruhiges und besonnenes Wesen wurden in der Vorstandschaft sehr geschätzt. Seinen Posten führte Holger Reihl in den letzten Monaten interimsweise aus. Im Rahmen der Neuwahlen wurde Gitti Baumann neues Vorstandsmitglied. Bodo Haas hat das Amt des Schatzmeisters übernommen. Als Kassenprüfer für die ausscheidenden Herren Siegfried Gröger und Hans-Martin Ströhla wurden Miriam Häublein und Alexandra Zwicker gewählt. Auch den langjährigen Kassenprüfern gebührt ein herzlicher Dank!
Nach einem Rückblick auf die Vereinsarbeit der vergangenen Monate, dem Bericht des Schatzmeisters und der Wahl freuten sich die Teilnehmenden auf den Vortrag des Biberbeauftragten des Landkreises Hof, Boris Schnabel: Dass ein Biberbeauftragter nötig ist, kann man erahnen, wenn man weiß, dass es in Deutschland etwa 40.000 Tiere gibt und in Bayern allein davon 22.000 Tiere leben. Da sind Konflikte zwischen Mensch/Tier/Naturschutz vorprogrammiert, bei denen ein Biberbeauftragter Lösungen vorschlagen kann. Es bedarf Kompromisse und Entscheidungen auf Augenhöhe. Neben den Konflikten ist aber auch ein wichtiger Aspekt nicht zu vergessen: Die Biber errichten mit ihren Bauten und ihren Dämmen Biotope, die schon verloren geglaubt wurden und tragen deshalb wesentlich zur Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt bei. Der Biber waren 1875 fast komplett ausgerottet, ein Nachzuchtprogramm in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zeigte Erfolg, so dass sich die Population erholt hat und weiter zahlenmäßig ansteigt. Ein Nachnutzer der Biber ist beispielsweise der Fischotter, dessen Population auch schon minimal war. Der größte Feind des Bibers ist der Straßenverkehr aber auch bei Wolf und Bär steht der Biber auf dem Speiseplan. Apropos: Da der Biber einen schuppigen Schwanz hat, durfte er als „Wassertier“ in der Fastenzeit verspeist werden, was ebenfalls zur Dezimierung der Population beitrug. Herr Schnabel berichtete anhand eines ausgestopften Tieres und mehrerer präparierter Schädel auf kurzweilige, amüsante Weise weitere spannende Fakten über den Biber: So wachsen die Schneidezähne ein Leben lang nach, ein Biber kann bis zu 35 Jahre alt werden, lebt monogam, zusammen mit 2-3 Nachkommen eines Jahres und hat 22.000 Haare pro Quadratzentimeter Pelz. Er ist dämmerungsaktiv, schafft es, einen Baum mit 50 cm Durchmesser in einer Nacht zu fällen, baut sich eine Niederburg mit unterirdischem Röhrensystem. Biber und Taschenmaus sind verwandt. Wasser kann der Biber in 2km Entfernung riechen und er ist in der Lage bis zu 100 km abzuwandern.
Mit einem herzlichen Dank an den Vortragenden und die Anwesenden schloss Herr Dr. Sandler die Jahreshauptversammlung und wünschte allen weitere gesunde, tatkräftige Ökopark-Jahre.